Bauschäden nach Starkregen: Was Eigentümer jetzt prüfen sollten

Starkregen kann innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen an ein Gebäude bringen. Besonders Keller, Sockelbereiche, Lichtschächte, Terrassenanschlüsse und Fassaden sind dann stark belastet.

Nicht jeder Wassereintritt bedeutet automatisch einen gravierenden Bauschaden. Entscheidend ist, wo Wasser eingedrungen ist, wie lange Bauteile feucht geblieben sind und ob Abdichtungen, Anschlüsse oder Entwässerung betroffen sind.

Als Bausachverständige unterstützen wir Eigentümer und Hausverwaltungen in München und Umgebung bei der Begutachtung von Feuchtigkeitsschäden und der fachlichen Einordnung möglicher Ursachen.

Welche Bereiche sind bei Starkregen besonders gefährdet?

Besonders anfällig können Bauteile sein, an denen Wasser auf das Gebäude trifft oder sich staut.

Dazu gehören unter anderem:

  • Kelleraußenwände
  • Lichtschächte
  • Kellerfenster
  • Sockelbereiche
  • Terrassen- und Balkonanschlüsse
  • Fassaden
  • Dachentwässerungen
  • Hauseingänge
  • Tiefgaragenzufahrten
  • Bereiche mit Gefälle zum Gebäude

Je nach Konstruktion kann Wasser direkt eindringen oder über Anschlüsse und Fugen in Bauteile gelangen.

Woran erkennt man einen Feuchtigkeitsschaden nach Starkregen?

Typische Hinweise können sein:

  • dunkle Flecken an Wänden oder Decken
  • feuchte Kellerwände
  • abplatzender Putz
  • Wasserflecken
  • muffiger Geruch
  • aufgequollene Bodenbeläge
  • Feuchtigkeit an Fensteranschlüssen
  • sichtbare Wasserränder
  • Schimmelbildung nach einigen Tagen

Manche Schäden sind sofort sichtbar. Andere zeigen sich erst später.

Warum ist die Ursache entscheidend?

Eine reine Trocknung kann zwar notwendig sein, löst aber nicht automatisch das zugrunde liegende Problem.

Mögliche Ursachen können sein:

  • beschädigte Abdichtungen
  • undichte Fensteranschlüsse
  • mangelhafte Sockelabdichtung
  • überlastete Entwässerung
  • verstopfte Abläufe
  • Rückstau
  • ungünstige Geländeentwässerung
  • undichte Dachanschlüsse
  • beschädigte Fugen

Für eine dauerhafte Sanierung sollte möglichst geklärt werden, wo das Wasser tatsächlich eingedrungen ist.

Was sollte unmittelbar nach einem Wassereintritt dokumentiert werden?

Eine frühe Dokumentation kann später sehr hilfreich sein.

Sinnvoll sind:

  • Fotos der betroffenen Bereiche
  • Videos bei sichtbarem Wassereintritt
  • Datum und Uhrzeit
  • Angaben zur Wetterlage
  • Fotos von Wasserständen
  • Schäden an Boden, Wand und Einrichtung
  • Hinweise auf frühere ähnliche Ereignisse

Wichtig ist, dass Schäden möglichst vor umfangreichen Reparaturen dokumentiert werden.

Warum können Schäden erst später sichtbar werden?

Wasser kann in Bauteile eindringen, ohne dass die Oberfläche dauerhaft nass aussieht.

Feuchtigkeit kann sich beispielsweise in:

  • Estrich
  • Dämmstoffen
  • Wandaufbauten
  • Hohlräumen
  • Anschlussbereichen

halten.

Deshalb kann ein Bauteil oberflächlich trocken wirken, obwohl im Inneren noch Feuchtigkeit vorhanden ist.

Wann ist eine Feuchtemessung sinnvoll?

Wenn unklar ist, wie weit Feuchtigkeit in Bauteile eingedrungen ist, können Messungen sinnvoll sein.

Je nach Konstruktion und Schadensbild können unterschiedliche Messverfahren erforderlich sein.

Eine einzelne Messung liefert jedoch nicht immer eine vollständige Aussage.

Die Messergebnisse müssen im Zusammenhang mit Aufbau, Material und Schadensbild bewertet werden.

Starkregen und Keller

Keller sind besonders häufig betroffen.

Wasser kann über:

  • Lichtschächte
  • Kellerfenster
  • Fugen
  • Wand-Boden-Anschlüsse
  • undichte Abdichtungen
  • Entwässerungssysteme

eindringen.

Auch bei älteren Gebäuden sollte berücksichtigt werden, dass die Abdichtung möglicherweise nicht heutigen Standards entspricht.

Starkregen und Fassade

Auch Fassaden können bei starkem Schlagregen Feuchtigkeit aufnehmen.

Auffällig können beispielsweise sein:

  • Risse
  • beschädigte Putzflächen
  • offene Fugen
  • fehlerhafte Fensteranschlüsse
  • undichte Balkonanschlüsse

Wasser kann dabei hinter die sichtbare Oberfläche gelangen und erst später im Innenraum erkennbar werden.

Starkregen und Dach

Bei Dächern können insbesondere Anschlüsse und Entwässerungen problematisch sein.

Dazu gehören:

  • Dachrinnen
  • Fallrohre
  • Durchdringungen
  • Anschlüsse an Gauben
  • Dachflächenfenster
  • Attiken
  • Flachdachabläufe

Wenn Abläufe überlastet oder beschädigt sind, kann Wasser in die Konstruktion gelangen.

Was prüft ein Baugutachter?

Bei einer Begutachtung werden die betroffenen und zugänglichen Bereiche betrachtet.

Je nach Auftrag können unter anderem geprüft werden:

  • sichtbare Feuchtigkeit
  • Lage der Schadstellen
  • mögliche Eintrittsbereiche
  • Zustand von Anschlüssen
  • Risse und Fugen
  • Entwässerungssituation
  • Folgeschäden an Oberflächen
  • weiterer Untersuchungsbedarf

Falls erforderlich, können zusätzliche Messungen oder Untersuchungen empfohlen werden.

Wann ist ein Schadengutachten sinnvoll?

Ein Schadengutachten kann sinnvoll sein, wenn:

  • die Ursache unklar ist
  • mehrere Bereiche betroffen sind
  • größere Sanierungsmaßnahmen notwendig werden
  • eine nachvollziehbare Dokumentation benötigt wird
  • ein Versicherungsfall vorliegt
  • wiederholt Wasser eindringt

Der erforderliche Umfang hängt vom konkreten Schaden und dem Zweck der Dokumentation ab.

Starkregen und Versicherung

Bei größeren Schäden kann eine Dokumentation für die weitere Abwicklung mit einer Versicherung wichtig sein.

Dazu können gehören:

  • Fotos
  • Schadensbeschreibung
  • betroffene Bauteile
  • zeitlicher Ablauf
  • mögliche Ursache
  • Umfang der sichtbaren Schäden

Die technische Begutachtung und die versicherungsrechtliche Bewertung sind dabei getrennt zu betrachten.

Was sollten Eigentümer vermeiden?

Problematisch kann es sein, Schäden zu schnell zu überdecken.

Beispielsweise sollte nicht einfach:

  • neu gestrichen
  • verputzt
  • verkleidet
  • versiegelt

werden, bevor die Ursache und der Feuchtezustand ausreichend geklärt sind.

Andernfalls können Schäden später erneut auftreten.

Wann sollte ein Bausachverständiger hinzugezogen werden?

Eine fachliche Begutachtung ist insbesondere sinnvoll, wenn:

  • Wasser wiederholt eindringt
  • die Ursache nicht erkennbar ist
  • mehrere Bauteile betroffen sind
  • Feuchtigkeit nicht vollständig abtrocknet
  • Schimmel entsteht
  • größere Reparaturen geplant sind
  • eine Dokumentation für Dritte benötigt wird

Begutachtung von Starkregen- und Feuchtigkeitsschäden in München

Cesur & Kollegen unterstützt Eigentümer und Hausverwaltungen bei der Begutachtung von Feuchtigkeitsschäden nach Starkregen in München und Umgebung.

Wir dokumentieren erkennbare Schäden, prüfen zugängliche Bereiche auf mögliche Ursachen und erläutern Ihnen den weiteren Untersuchungsbedarf.

Sie haben nach Starkregen Feuchtigkeit oder Wasserschäden an Ihrer Immobilie festgestellt?

Kontaktieren Sie uns und senden Sie uns nach Möglichkeit Fotos der betroffenen Bereiche.

Cesur & Kollegen – unabhängige Begutachtung und persönliche Beratung in München und Umgebung.

Telefon: 089 12003600
E-Mail: info@bau-sachverstaendiger-muenchen.de

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